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Was macht ihn so attraktiv?
Vor allem seine Anspruchslosigkeit — diese "Gurke" verträgt sich perfekt mit anderen Pflanzen:
• Unter einen Apfelbaum gepflanzt, klettert sie bis in dessen Spitze;
• An einem Zaun umhüllt sie ihn mit üppigem Grün und bezaubert durch große, blass-cremefarbene Blüten.
Die Blüten öffnen sich gewöhnlich gegen Abend und verwelken bis zum Morgen. Im Zimmer gezogen, klettert sie schnell bis zur Fensteroberkante und bildet einen halbdurchsichtigen smaragdgrünen Vorhang.
Kulinarische Verwendung:
Die Früchte der Indischen Gurke haben einen ausgezeichneten Geschmack und diätetische Eigenschaften. Jung (25-30 cm lang) werden sie wie normale Gurken gegessen. Ausgewachsene Früchte können bis zu 2 Meter lang werden und 7-10 kg wiegen!
Geschälte Früchte werden für Salat mit Essig verwendet, in Öl (vorzugsweise Olivenöl) wie Zucchini gebraten, zu Kaviar oder Soßen verarbeitet und sogar als Brei mit Milch gekocht.
Wachstumseigenschaften:
Die Frucht wächst unglaublich schnell — 8-10 cm pro Tag. Die Vegetation dauert bis zum Spätherbst (bis zum ersten Frost). Die Pflanze ist wärmeliebend, bevorzugt lockeren, gedüngten Boden.
Anbaumethoden
1. IM ZIMMER (und öffentlichen Räumen):
Ideal für alle ohne Garten. Kann in Fluren, Korridoren, auf Loggien angebaut werden.
Gefäß: Kübel oder Kiste mit 10-15 Litern Volumen und Abflussloch.
Erde: Mischung aus fruchtbarer Erde (2 Teile) und verrottetem Mist (1 Teil). 1-2 Tassen Asche oder 4-5 EL Kreide hinzufügen.
Pflege: An das hellste Fenster stellen. Wachstum regulieren: Spitzen des Haupttriebs und der Seitentriebe abknipsen. Als Stütze Schnüre von der Gardinenstange verwenden.
2. IM GEWÄCHSHAUS UND AUF DEM BALKON:
Pflanzung: Löcher 40 cm tief, 1 m Abstand. Ins Loch: 2 Handvoll Humus + 1 TL Asche. Bis zu den Keimblättern eingraben.
Stütze: Ranken an einem Draht in 2-3 m Höhe festbinden.
Blüte: Zuerst erscheinen männliche Blüten, eine Woche später weibliche. Lagenaria blüht abends.
Düngung: Mineraldünger bevorzugen (z.B. Kaliummagnesium: 50-60 g pro Eimer Wasser). Organik führt zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Früchte.
Formierung: 2-3 Früchte zur vollen Reife lassen, den Rest jung essen. Überflüssige Seitentriebe entfernen (max. 5 lassen), Spitze abknipsen.
Regenerations-Mythos: Es gibt die Meinung, dass man einen Teil einer wachsenden Frucht abschneiden kann und sie weiterwächst. Die Praxis zeigt, dass die Schnittstelle oft fault, daher besser die ganze Frucht abschneiden.
ERNTE UND VERWENDUNG:
• Zum Essen: Junge Früchte mit 5-7 cm Dicke schneiden.
• Für Samen und Basteln: Früchte bis zum Frost hängen lassen. Dann mit "Schwanz" abschneiden und im Zimmer (16-20°C) trocknen, bis die Samen darin klappern (November).
• Basteln: Aus verholzten Früchten werden Vasen, Krüge, Musikinstrumente. Lagenaria-Geschirr ist wasserdicht und sehr praktisch.
Bot. syn.: Cucumis bicirrha Forster ex Guillemin, Cucurbita lagenaria L., Lagenaria vulgaris Ser.
TIPPS VOM AGRONOMEN:
1. Gießen der Setzlinge: Nur mit warmem Wasser, wenn die obere Schicht trocknet. Nicht übergießen!
2. Bestäubung: Da sich die Blüten abends öffnen, schaffen Bienen die Bestäubung evtl. nicht. Helfen Sie nach: Pollen mit einem Pinsel von der männlichen auf die weibliche Blüte übertragen.
3. Ertragssteigerung: Das Abknipsen der Seitentriebe stimuliert die Bildung weiblicher Blüten.
4. Seltsame Blätter: Die ersten echten Blätter der Lagenaria können untypisch aussehen — das ist normal, sie fallen später ab.

